Sommer – Fahrradtour der Rahdener Grünen

Am Samstag, den 01. August trafen wir uns – wir das sind 10 Rahdener Grüne, unterstützt von zwei befreundeten Espelkamper Grünen - , zum Start zu einer kleinen Fahrradtour im Mühlenkreis.

Trotz dunkler Wolken und kleinem Getröpfel von oben waren wir zwölf Biker bester Laune. So manch einer von uns trotzte dem Wetter mit kurzer Hose und Sandalen. Bestückt mit Regenjacken im Gepäck sowie Mückenspray und Sonnenschutzmittel im Rucksack wurde Richtung Levern aufgebrochen. Nun gut, zugegebener Weise ist Levern jetzt keine so große Entfernung, aber durch geschickte Planung der Tour abseits größerer Strassen ging es im Zick-Zack-Kurs Richtung Levern.

Einen ersten Halt machten wir, um den provisorisch eingerichteten Kindergarten in Varl zu besichtigen. Danach ging es größtenteils mit viel Gegenwind in Richtung Stiftskirche weiter. In Niedermehnen musste der erste größere Anstieg bewältigt werden und die letzten Meter bis zur Stiftskirche mussten einige von uns die Räder doch schieben. Wir waren aber auch nicht mit E-Bikes unterwegs.

In der Zwischenzeit hatte sich das Wetter rapide gebessert und so haben wir vor der Kirche eine kleine Rast eingelegt, und uns mit kalten Getränken und einer Portion Eis die Tour versüßt.

Radtour NachtwchterAn der Kirche begann dann eine historische „Stadtführung“ durch Levern.

Geführt von Probst Bernhardus (Pastor i.R. Horst) und der Stiftsdame Fräulein von Ditfurth wurde die Geschichte Leverns in Kurzfassung mit viel Witz, Charme und einem Augenzwinkern uns näher gebracht. Das Fräulein von Ditfurth und der Probst zeigten unsndie komplette Kirche und deren Entstehungsgeschichte. Auch einen protestantischer Beichtstuhl gab es hier zu erkunden. Ergänzt wurde die Führung durch amüsante Anregungen von der Henriette Davides, die als bedeutenste deutsche Kochbuchautorin gilt und von der der Beginn eines jeden Rezeptes stammt „man nehme“. Ebenso wusste Nachtwächter Schwengel von Levern so manches Anekdötchen aus der Geschichte von Levern zu berichten, so dass z.B. die Nachtwächter in Levern die Runde ohne Laterne machten, damit die Spitzbuben nicht vorgewarnt wurden. In ihrer traditioneller Kleidung  und mit fundiertem Wissen und einer ordentlichen Portion Humor ermöglichten die Stadtführer uns einen tollen Eindruck über die Lebensweise in früherer Zeit. Selbstverständlich durfte bei der Führung die Besichtigung der fünf gut erhaltenen Stiftshäuser rund um die Kirche in Levern und deren Geschichte nicht fehlen.

Nach Abschluss dieser eindrucksvollen Führung ging es an den Rückweg über Twiehausen Richtung Rahden und dann Richtung Varlheide. Dort ließen ließen wir, immer mit gebührendem Abstand, den Abend bei Gegrilltem und selbstgemachten Salaten rund um eine Feuerstelle gemütlich ausklingen. Ein roter Tropfen und musikalische Klänge von REPE begleiteten den Tagesausflug bis in die späte Nacht.