Pressemitteilung: Klimaschutzkonzept Rahden

Pressemitteilung: Klimaschutzkonzept Rahden

Die Rahdener GRÜNEN beschäftigten sich einmal mehr mit den Themen Klimawandel und dem rasanten Verlust der Artenvielfalt.

"Gemeinsam mit Kreis und sieben Kommunen hat man im letzten Jahr ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet. Auch die Rahdener Verwaltung war aktiv daran beteiligt. Es kann und darf  DSC5896 B40 X 60 cm Englischer Ginsternicht sein, dass dieses Konzept bislang in den Rahdener Gremien weder vorgestellt noch verabschiedet wurde. Das Konzept ist mit konkreten Maßnahmen auch für Rahden hinterlegt, um wichtige Schritte gegen den Klimawandel einzuleiten. Die Rahdener Politik muss endlich handeln und sich damit auseinandersetzen. Klimaschutz muss auch hier vor Ort umgesetzt werden." so Winrich Dodenhöft, grüner Fraktionssprecher.

Auch in Rahden führt der Verbrauch von immer mehr Flächen für Straßen, Gewerbeflächen und Häusern verstärkt zur Erwärmung und zu Grundwasserabsenkungen. Die GRÜNEN fordern intelligente Flächennutzungskonzepte unter Zukunftsaspekten und eine ökologisch ausgerichtete Bauleitplanung.

Das dritte Dürrejahr in Folge zeichnet sich ab. Vermutlich werden noch viele von den in den letzten Jahren geschwächten Bäumen absterben. Hier ist dringend ein Nachpflanzungs- und Wiederaufforstungskonzept mit widerstandsfähigen Bäumen notwendig, fordern die GRÜNEN. Aber auch für die Landwirtschaft könnte ein weiteres trockenes Jahr enorme Verluste bedeuten. In unserer Region haben wir in der Vergangenheit und leider auch in der Gegenwart viele Fehler gemacht. Die massive Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen hat zu einem starken Verlust vieler Tierarten geführt. Moore und Sümpfe sind jedoch ein wichtiger Speicher für Treibhausgase und ihr Erhalt ist lebensnotwendig.

Zurzeit wird viel über systemrelevante Branchen geschrieben und gesprochen und Milliarden an Steuergeldern ausgegeben oder Zuschüsse aus diesen gefordert. Dabei wird allerdings nicht erwähnt, dass Land- und Forstwirtschaft sowie ein intaktes Ökosystem mindestens genauso systemrelevant sind. Über den existenzbedrohenden Klimawandel und den Verlust der Biodiversität hört man von den in der Verantwortung stehenden Politikern nichts.

Biologen, Mediziner, Ökonomen und Ökosystemforscher haben im Namen von "Leopoldina", der Deutschen Akademie der Naturforscher - einer der ältesten naturwissenschaftlichen und medizinischen Gelehrtengesellschaft der Welt - ein Diskussionspapier herausgeben. Darin warnen die Experten eindringlich vor den Folgen des globalen Artenverlustes.

Wann fangen wir endlich an, auf diese Gelehrten zu hören und übernehmen die Verantwortung für unser aller Zukunft.

Winrich Dodenhöft