Sommerradtour zu den schottischen Hochlandrindern
Die diesjährige Sommerradtour der Rahdener Grünen zusammen mit Grünen Freunden aus Espelkamp führte ins benachbarte Niedersachsen nach Steinbrink. Ziel war ein Besuch des Hofes Hilgemeier und deren schottische Hochlandrinder. Die Highland Cattle beeindrucken schon von weitem mit ihren imposanten Hörnern. Unter dem Herdennamen „Hochlandrinder vom Storchennest“ werden sie im Herdbuch geführt.
Ute und Norbert Hilgemeier gaben Einblick in das Hofleben und ihre Begeisterung und Liebe zu den Tieren war deutlich spürbar. Die schottischen Hochlandrinder, die alle einen eigenen Namen haben, leben ganzjährig draußen, bei Wind, Schnee und Eis, bei Sonne und Regen. Die Muttertiere mit ihren Kälbchen grasen in der Nähe des Hofes auf der Weide, auf der auch Störche nach Nahrung unterwegs sind. Nähern sich Fremde dem Weidezaun, so stellt sich jede Mutterkuh schützend neben ihr Kälbchen. Betritt jedoch Norbert Hilgemeier die Weide, so kommen sie angelaufen und fordern ihre Streicheleinheiten ein. Die Kälber bleiben 9 bis 10 Monate bei ihren Müttern und täglich erhalten sie Besuch und Kuschelkontakt von Monika oder Norbert Hilgemeier oder einem der mithelfenden Söhne.
Die Bullen leben in nach Alter sortierten Herden auf mehreren Weiden auf ca. 70 Hektar. Die Weiden liegen zum Teil auch im Moorgebiet. In enger Zusammenarbeit mit dem BUND wird hier aktiver Moorschutz betrieben, indem die Tiere die Gräser kurzhalten. Die Zuchtbullen werden dabei separat gehalten. Die Bullen sind handzahm und teilweise halfterführig.
Die Tiere werden nur mit Gras, Heu und Grassilage gefüttert und das führt zu einem langsamen Wachstum, wie es für diese Rasse typisch ist.
Im hofeigenen Laden gibt es das Fleisch von diesen Tieren, die bis zu ihrem letzten Weg von Hilgemeiers begleitet werden. Aber auch Marmeladen, eingelegtes Gemüse, Aufstriche und viele andere Leckereien können dort erworben werden.
Die Grünen waren sehr angetan von dem liebevollen Umgang, den Hilgemeiers mit ihren Tieren führen.
Zum Abschluss der Radtour kehrten die Grünen bei Ludewigs Landhaus in Barl ein und ließen den Tag bei leckerem Essen und Trinken ausklingen.